Advent!

Habt ihr auch die Krippenfiguren für die adventliche Dekoration hervorgeholt und aufgestellt? Ist alles dabei? Auch die Heiligen drei Könige? Vorbildliche Leute sind das. Zwar eigentlich keine Könige, sondern „Weise“. Und eigentlich nicht heilig, sondern eher eilig. Die hatten es eilig, Jesus

zu finden. Dafür nahmen sie eine beschwerliche Reise und heikle diplomatische Gespräche auf sich. Als sie ihn endlich gefunden haben, machen sie ihm bedeutungsvolle Geschenke: Gold, weil er der König ist, der gerechte Herrschaft in ihr Leben bringt; Weihrauch, weil er der Priester ist, der als Einziger sündige Menschen mit dem heiligen Gott zusammenbringt; und Myrrhe? Aus dem Harz des Myrrhenstrauchs wurde eine Tinktur zur Einbalsamierung von Toten hergestellt. Seltsames Geschenk zur Geburt! Ja: Wer das Kind in der Krippe, wer den König, wer den Priester haben will, muss auch den Mann am Kreuz wollen. Anders gesagt: Wer Jesus als Gekreuzigten liebt, der bekommt ihn auch als König und Priester.

Ein feste Burg ist unser Gott

„Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. / Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. / Der altböse Feind, mit Ernst er’s jetzt meint. / Groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist. / Auf Erd ist nicht seinsgleichen. // Mit unsrer Macht ist nichts getan, / wir sind gar bald verloren. / Es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. / Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, / der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott: / Das Feld muss er behalten.“

Auf Halloween verzichten wir gerne; auf den Reformationstag und auf’s Martinisingen nicht, denn: Auch im 501. Jahr des Thesenanschlags sind diese Strophen Martin Luthers für uns topaktuell. Gott ist für uns eine Schutzburg, und auf Jesus Christus verlassen wir uns.